Translate

About


On this Blog I write about my hiking adventures around the world. Since more than 30 years I have travelled on all continents except Antarctica. My main interest is hiking in wilderness areas, often trailless, sometimes on new hiking routes in not very well known areas. Since all these years I experienced a lot, from violent assaults over potentially lethal diseases, getting lost for a week in the rainforest to extreme lack of water.
My motivation is not the flow of adrenaline but to experience as much as possible by all senses of our still very beautiful planet.
Although I prefer hiking I have also done a good number of boat trips, nowadays mostly by packraft. 
Sometimes I travel with a partner but I especially like being alone on my  trips. So I experience the maximum freedom and be able to fully immerse in nature.
With this blog I would like to inspire my readers to go out by themselves and explore. There is a lot to see...
I tagged all my blogposts continent- and country wise, so it should be easy to find information for a specific destination. 
Any comments and questions are always appreciated and when I am not somewhere in the wild, I will answer quickly...
Just recently I switched to blogging in English. Google translator might not always do a good job, so especially for my english readers, when there are any questions, feel free!

Höher, schneller, weiter - nur extrem ist gut, erst wenn das Adrenalin durch die Adern schießt, bin ich zufrieden. Nein, diese Stichworte beschreiben in keiner Weise, warum es mich jetzt seit
über 30 Jahren immer wieder in Wildnisgebiete überall auf der Welt zieht.
Allerdings blieb es natürlich auch nicht aus, dass ich schon eine ganze Menge Herausforderungen auf meinen Reisen zu bewältigen hatte, von gewalttätigen Überfällen über gefährliche Krankheiten, bis hin zu extremen Wassermangel und eine Woche lang ohne Ausrüstung im Regenwald des Kongo verirrt sein...
Ich will einfach soviel wie möglich von unserer nach wie vor wunderschönen Erde sehen und mit allen Sinnen erleben. Um so wirklich tief in die Natur einzutauchen, bewege ich mich stets aus eigener Muskelkraft vorwärts. Am Liebsten zu Fuß, manchmal auch mit einem kleinen Schlauchboot (Packraft), am Rucksack. Wochenlang habe ich auf diese Art bereits die unterschiedlichsten Naturlandschaften von der Tundra des Yukon bis zu den Regenwäldern des Kongo durchstreift. Dabei bin ich nicht auf eine bestimmte Klimazone festgelegt, sondern möchte immer wieder  möglichst Unterschiedliches erleben.
Zwar bin ich manchmal auch mit einem Partner unterwegs, aber ganz besonders liebe ich es auf meinen  Wildnistouren alleine zu sein. Nur so habe ich die vollkommene Freiheit und erlebe die Natur viel intensiver, als es im Zusammensein mit einem Partner der Fall sein könnte.
Mein Schwerpunkt liegt auf einsamen Gegenden in denen gar keine oder nur wenige Menschen leben, dennoch finde ich auch immer wieder Begegnungen mit Einheimischen sehr interessant, egal ob es sich dabei um noch ziemlich ursprünglich lebende Völker wie die Pygmäen oder Turkana handelt, oder um einen Ranger, der mich mit nimmt.
Wie ist es möglich, dass ich so oft für so lange Zeit unterwegs bin? Nun, man muss Prioritäten im Leben setzen. Ich besitze weder ein Haus noch ein teures Auto. Statt dessen, kann ich von dem Luxus Zeit kaum genug bekommen. Mittlerweile habe ich es geschafft, viele Monate des Jahres unterwegs zu sein, nicht schlecht, oder?
Indem ich über meine Reisen schreibe, erlebe ich sie so quasi ein zweites Mal, was mir großen Spass macht. Das Selbe gilt für die Fotografie. Klar, bei wochenlangen, autarken Wildniswanderungen ist es unheimlich wichtig, dass Gewicht des Rucksacks möglichst niedrig zu halten. Dennoch dürfen bei mir eine gute Kamera und auch ein Teleobjektiv für Tieraufnahmen nie fehlen…
Manchmal höre ich von Leuten, dass ich ja schon die ganze Welt gesehen hätte. Nichts ist falscher als das: Wenn ich mir anschaue wohin überall ich noch gerne möchte, glaube ich fast, dass ich noch am Anfang meiner "Reisekarriere" stehe...


Kommentare:

  1. Hallo Gerald, Respekt - tolle Touren in klasse Stil, sehr lesenswerte Berichte und richtig gute Fotos - vielen Dank für's Posten...! Ich trekke auch seit vielen Jahren und liebäugle mit der Mongolei. Darf man Dir dazu Fragen stellen :)? Sorry für's anonyme Posten - ich habe kein google Konto oder ähnliches... Dir auf jeden Fall weitere traumhafte Touren und Erlebnisse und herzliche Grüße aus dem Südosten der Republik!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte, aber ich war lange unterwegs...
      Natürlich kannst du mir gerne Fragen stellen!

      Löschen
    2. Heyja Gerald,

      da ich meine veröffentlichte Antwort auf die Deine noch nicht sehen kann -> hier zur Sicherheit noch einmal ;).

      Ich habe eben zwecks Inspiration Deine neuesten Posts angesehen und auch geschaut, ob Du mir vielleicht doch noch geantwortet hast ;). Vielen lieben DANK für Deine Antwort und das Angebot Fragen zu beantworten. Wir haben unsere Mongoleireise im Aug/Sep 15 gemacht - wie Du ins Khenti Gebirge. Da wir länger unterwegs waren als wir Essen tragen konnten -> haben wir uns dort 1 Packpferd gekauft und spontan entschlossen, auch noch 2 Reitpferde dazu zu nehmen, da wir dachten, dass wir so vielleicht schneller vorankommen würden. Diese Hoffnung ging zwar nicht auf (auch wir sind gerade bis zum Asralt Chairchan gekommen, sind allerdings südlich des Bogd Uuls gestartet), aber es wurde ein fantastisches Abenteuer in einem wunderschönen Land mit unvorstellbar gastfreundlichen Menschen. Vielen DANK für's Posten Deiner Tour, über welche ich auf die Idee zu dieser Reise gekommen bin. Trekken mit dem Packraft steht ebenso auf meiner Liste wie weglos durch Island - insofern freue ich mich auf den neuen Lesestoff! Dir weiterhin tolle Reisen und Erlebnisse und weitere herzliche Grüße aus dem Südosten der Republik

      Löschen
  2. Danke für deinen netten Kommentar! In die Mongolei möchte ich auch gerne noch mal...Wart ihr mit einheimischen Begleitern unterwegs? Über eine Agentur vermittelt oder selber organisiert?
    Es freut mich besonders, dass meine Touren dir als Quelle der Inspiration dienen. So soll es sein! Die Idee auch mal eine kombinierte Wander/ Packrafttour zu machen, finde ich sehr gut. Das erweitert die Möglichkeiten doch sehr...Schreib gerne hier wieder über deine Erfahrungen!

    Viele schöne weitere Reisen wünscht

    Gerald

    AntwortenLöschen
  3. Hi Gerald,

    Wir waren zu zweit und selbst organisiert unterwegs. Über Deinen Reisebericht und den eines weiteren Trekkers, der mit dem Pferd losgezogen ist, sowie eine eigene Koordinatenzusammenstellung via Google Maps und den wenigen touristischen Informationen über das Gebiet, die wir finden konnten, haben wir uns ein Routengebiet mit GPS Punkten aufgespannt, innerhalb dessen wir uns dann vor Ort am Morgen eines jeden Tages für den weiteren Verlauf der Route entscheiden wollten. Wir haben bei den Stepperiders (www.stepperiders.mn) südlich von Ulaanbaatar einen 3-tägigen Crashkurs für den Umgang mit mongolischen Pferden, das Kaufen der Ausrüstung und der Pferde gemacht und sind von dort aus Richtung Gatshurt losgeritten. Wir wollten zum Bogd Uul und an dessen Waldgrenze entlang östlich am Gipfel vorbei, nach Gatshurt, von dort ins Tereldsch Tal, zum Asralt Chairchan und dann schauen, wie viel Zeit uns bleibt und wie groß wir unsere Runde ausdehnen können würden. Da wir die 1:500000 Karten, die Geographie der Gegend und das Unterwegs sein mit Pferden noch nicht gewohnt waren, sind wir doch in den Wald des Bogd Uul geraten und haben uns direkt nach Norden Richtung Ulaanbaatar durchgeschlagen. Das Gelände war für die Pferde schwer zu begehen und wir haben lange gebraucht, um einen Weg über den Berg zu finden. Bis nach Gatshurt haben wir 6 Tage benötigt. Danach sind wir vermutlich einer sehr ähnlichen Route wie die Deine gefolgt und kamen täglich schneller voran. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie Du zu Fuß die Flüsse gequert haben musst. Nach den Erlebnissen auf dem Bogd Uul haben wir entschlossen, mit den Pferden wo vorhanden auf Wegen zu bleiben. Die Furten bei diesen waren z.T. gut hüfttief mit nicht wenig Strömung. Da die Pferde zunächst keinen Fluss kannten (in der Steppe erhalten sie von den Pferdehirten Wasser aus Brunnen), hat es eine Weile gedauert, bis wir ihnen das Queren von Flüssen beigebracht hatten. Aber dann waren auch die tiefen Querungen kein Problem mehr und das hat uns eine Menge Zeit gespart, in welcher wir nach geeigneten Querungen zu Fuß hätten suchen müssen. Sehr gerne wären wir vom Asralt Chairchan noch Richtung der heißen Quellen von Yestiin sowie dem See Khagin Khar oder auch weiter nach Osten Richtung Mungunmurit geritten, aber da wir so viel Zeit bis nach Gatshurt verloren hatten und die Pferde zu den Stepperiders zurückbringen wollten, beschlossen wir, vom Asralt Chairchan nach Osten zu reiten und östlich des hufförmigen Gebirges in der Mitte des Tereldsch Parks, unter dessen Gipfeln auch der Altan Ölgi ist, zurück nach Süden Richtung Tereldsch und über das große Tal Richtung Dschingis Khan Statue zu reiten und über Naleigh und Suunmurit zurück zu den Stepperiders. Die Verbindung zwischen Asralt Chairchan und dem Tal, das uns nach Süden geführt hat, war wieder in guten Teilen weglos (, wieder entsprechend mühsam mit den Pferden,) und wunderschön. [...] Teil II folgt sogleich ;)...

    AntwortenLöschen
  4. Teil II ;):

    Die Umgebung dort hat mich sehr an die Bilder von der Sarek erinnert, an der wir unterwegs auf dem Nordkalottleden vorbeigekommen waren. Ab dem Tal, das nach Süden führt, haben wir eine große geführte Reitgruppe getroffen und sehr gut ausgetretene Wege angetroffen. Leider auch mehr Müll und überweidete Rastplätze. Auf den guten Wegen sind wir viel schneller vorangekommen als erwartet und waren 5 Tage vor Abflug zurück im Stepperiders Camp. Nach Verkauf der Pferde haben wir die verbleibende Zeit für eine Jeeptour mit einem Fahrer und einer Übersetzerin Richtung mittlere Gobi genutzt. Über Dzirgo, den Fahrer, und Egi, der Übersetzerin, haben wir sehr viel über Land und Leute erfahren und eine weitere herrlich schöne Vegetationsform des Landes kennengelernt. Auf der Tour habe ich über das Satellitennotrufgerät InReach eine Art Reisetagebuch geführt, das ich den Lieben zu Hause, welche die Tour von dort aus mitverfolgt haben, über die Website des Anbieters gepostet habe. Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir die Zusammenfassung und auch unsere Route gerne zukommen lassen. Auch wenn Du Fragen haben solltest, beantworte ich Dir diese gerne – allerdings dann lieber z.B. per e-mail ;). Wir überlegen uns, diese Reise mit dem hinzugewonnenen Wissen vielleicht irgendwann noch einmal zu machen - vermutlich wieder mit Pferden, die übrigens klasse waren und nicht zu vergleichen mit den deutlich unruhigeren Artgenossen, die ich in unseren Gefilden kennengelernt habe. Ich kann Dir eine solche Reise auf jeden Fall wärmstens empfehlen – ebenso wie die Stepperiders, Dzirgo und Egi.

    Herzliche Grüße :)…!

    AntwortenLöschen
  5. Super, vielen Dank! Ja, die Gobi ist bestimmt auch sehr interessant...Gerne können wir per mail kommunizieren: g.klamer@gmx.de

    Alles Gute

    Gerald

    AntwortenLöschen